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Was ist die Vision hinter den Solarcontainern?

 

Mit dem Solarcontainer bringen wir ein Stück Energiewende nach Afrika. Unsere Vision: Erster dezentraler Energieversorger Afrikas

Mit dem Solarcontainer, einer mobilen, kombinierten Solar- und Windanlage mit Speicher möchten wir das Unternehmen zum ersten dezentralen Energieversorger Afrikas machen und so die Abhängigkeit von Diesel als fossilem Brennstoff und Energieträger ablösen. Das Unternehmen wurde speziell für dieses Projekt gegründet mit dem Ziel ein skalierbares Geschäftsmodell für den Vertrieb der Solarcontainer in ganz Afrika zu verwirklichen. Wir produzieren gemeinsam mit unserem Partner, mobile Solarcontainer in Deutschland und vertreiben diese durch ein Miet-Kauf Modell in Afrika, um strukturelle, soziale und umweltpolitische Probleme zu lösen bzw. zu mindern. Entsprechend lassen sich unsere Ziele auch noch granularer darstellen:

  • Solarcontainer für Entwicklungspolitische Unterstützung von afrikanischen Ländern, um den Lebensstandard zu verbessern
  • Solarcontainer aus umweltpolitischen Gründe: Grüne, nachhaltige und leise Energiequelle etablieren
  • Solarcontainer aus betriebswirtschaftlichen Gründe: Unterstützung der lokalen Wirtschaft zu wachsen und nachhaltige Gewinnerzielungsabsichten unseres Unternehmens in Mali und Deutschland
Die Solarcontainer-Kraftwerke werden – schlüsselfertig und betriebsbereit – in Duisburg zusammen mit unserem Partner Multicon Solar gefertigt. Zusätzlich werden die Solarcontainer mit Kleinwindanlagen und Speichern ausgestattet, so dass sie Tag & Nacht Strom liefern können. Geografisch sollen ländliche Gebiete des Flächenlands Mali und später ganz Afrikas erschlossen werden, insbesondere Dörfer mit weniger als 25.000 Einwohnern (ca. 600), die nicht an Stromnetz angeschlossen sind (und werden). Diese Regionen können aufgrund der schlechten Infrastruktur zurzeit nur langsam wachsen. Strom würde der ganzen Region helfen. Insbesondere aber auch Bildungseinrichtungen (Licht, um auch abends/nachts Unterricht anzubieten/zu lernen) oder Ärzte/Krankenhäuser, die auch ohne Tageslicht operieren könnten, würden von unserem Solarcontainer profitieren. Sehr wichtig ist uns in diesem Zusammenhang Geschäfte auf Augenhöhe mit den jeweiligen Dorfgemeinschaften zu machen, so dass man voneinander lernen kann und die lokale Situation in einem produktiven Dialog, rund um den Solarcontainer nachhaltig verbessern kann.

Wer braucht einen Solarcontainer, unsere Leistungen und Produkte? Woher kommt die Nachfrage?

Mourdiah

In Afrika gibt es häufig keine flächendeckende Stromversorgung – Beispiel Mali: Der staatliche Stromversorger EDM (Energie du Mali) deckt in Mali nur 17 % ab, einen Großteil in den drei größten Städten. Gleichzeitig ist Strom der Schlüssel zur Entwicklung von kleinen Geschäften, Nahrung, Wasserpumpen, Schulbesuch, medizinischer Versorgung usw. Durch (bezahlbaren) Strom haben Menschen in Entwicklungsländern die Chance auf ein besseres Leben. In den ländlichen Gebieten des Flächenlands Mali insbesondere in Dörfern mit weniger als 25.000 Einwohner (ca. 600), die nicht an Stromnetz angeschlossen sind, versucht AMADER "l’Agence malienne pour le développement de l’énergie domestique et de l’électrification rurale" mit Dieselgeneratoren Offgrid-Netzwerke zu etablieren. Allerdings sind nach unseren Informationen 90% der Projekte aktuell defizitär. Dies hat Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, z.B. verrotten mehr als 50% der Ernten auf den Feldern aufgrund von fehlenden Kühlungskapazitäten, das mit unserem Solarcontainer verhindert werden kann. Weitere Folgen sind, dass die Entwicklungen im Bereich Bildung, Gesundheit und Wasserversorgung mangels Strom stehen bleiben. Die häufig genutzten Dieselgeneratoren sind laut und teuer, sowohl in der Anschaffung als auch in Bezug auf die laufenden Dieselkosten. Zudem ist die Beschaffung des fossilen Brennstoffs vielerorts nicht gewährleistet. Umwelt und Menschen werden durch Dieselabgase und Ruß belastet, Kinder können ohne Strom nicht abends lernen, medizinische Versorgung ist nicht möglich. Techniker und Handwerker die sich mit erneuerbaren Energien auskennen sind nicht vorhanden. Ausländisches Engineering lohnt erst ab größeren Projekten. Unser Solarcontainer ist eine nachhaltige Lösung, um diese Situation zu verbessern.

Aufbau einer diversifizierten Solarcontainer-Flotte

Geschäftsführer Charlie Njonmou

Die Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG wurde speziell für die Realisierung dieser Geschäftsidee & dem Vertrieb von Solarcontainern gegründet. Die Gesellschaft plant über das vorgestellte Solarcontainer-Pilotprojekt hinaus, die Anschaffung von weiteren zehn Solarcontainern/ mobilen Solarkraftwerken pro Jahr, die ebenfalls an verschiedenen Standorten in Westafrika aufgestellt und vermietet werden. Durch die Diversifikation der Kraftwerksstandorte entsteht eine weitere Sicherheit, denn bei Zahlungsausfall kann ein mobiles Kraftwerk innerhalb kürzester Zeit mit geringem Aufwand “verlegt” werden

Infos zum Geschäftsführer Charlie Njonmou

Geschäftsführer und Mitgründer der Gesellschaft ist Charlie Njonmou. Er ist 34 Jahre alt, hat an der technischen Hochschule in Darmstadt mit erfolgreichem Abschluss, Energiewirtschaft studiert.

Er studiert aktuell noch Wirtschaftsingenieurwesen. In Kamerun hat er ein Bachelor in internationalem Handel absolviert und eine Ausbildung zum Fachinformatiker in Systemintegration erfolgreich abgeschlossen. Charlie Njonmou spricht neben seiner Landessprache fließend Englisch, Französisch und Deutsch.

Vor dem Projekt mobile Solarkraftwerke Afrika hat er in Kooperation mit WSCAfrik an Projekten zur Ausbildung von Technikern in Photovoltaikanlagen in Kamerun mitgearbeitet. Die Schule ist zwischenzeitlich eröffnet und hat 40 Auszubildende.